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Angst vor Veränderung

Das Gefühl der Ohnmacht.

 

Kennst du das Gefühl, wenn du dich schlimm verletzt hast oder einen Unfall hattest? Wenn ein Autounfall gerade passiert ist oder du mitten auf der Autobahn wegen einem Motorschaden liegen bleibst? Oder plötzlich jemanden egal ob Mensch ob Tier, den du geliebt hast, gerade verstorben ist? Du willst es nicht wahrhaben, dass dies gerade geschehen ist. „Nein. Das ist jetzt nicht geschehen! Das darf nicht sein!“ Es gehen einem 100  Dinge durch den Kopf und gleichzeitig ist Leere da.

Aber was ist es, dass uns ein solches Gefühl vermittelt?

Wir werden aus der „Normalität“ rausgerissen. Das wurde uns nicht beigebracht. Etwas zu verlieren. Wir sind geschockt und die Verlustangst hat uns im Griff. Selbst wenn es nur ein Blechschaden am Auto ist haben einige Angst. Hier kommt auch noch die Schuldfrage hinzu. Wer ist schuld? Warum muss es immer einen Schuldigen geben? Tatsächlich geht es hier ums Geld. Also handelt es sich womöglich um Existenzangst. Wenn der Papa reich ist und Geld keine Rolle spielt, dann ist es die Angst vor seinem Vater als Versager dazustehen. Versagensängste.

Bei Verletzung hat man zuerst gleich Angst vor der Schlimme, der Verletzung. Muss ich ins Krankenhaus? Werde ich wieder vollkommen gesund? Irgendwie stellt sich die Angst des Kotrollverlustes ein, sobald ich meinen Körper dem Arzt übergebe.

Bei einem Todesfall ist klar, dass ich ihn/sie /es nicht mehr halten und streicheln kann. Nicht mehr auf gewohnte Art kommunizieren kann.

Bei alle dem gibt es eine Gemeinsamkeit.

Es handelt sich um eine Veränderung. Veränderung im Leben. Wahrscheinlich ist das die größte Angst, die in uns herrscht. Obwohl das Leben an sich ständig Veränderung ist. Doch wir haben uns in einem System zwängen lassen und uns auch ein eigenes kleines System erschaffen und es kontrolliert … Und plötzlich fällt etwas aus diesem System und es verändert sich. Was ist, wenn das große System wegbricht? Es gibt keine Regierung, Banken, bisheriges Gesundheitswesen, Religionen, etc.

Was dann? Sterben wir dann alle? Oder beginnt dann erst das richtige Leben? Schon mal darüber nachgedacht?

Wenn ein Familienangehöriger stirbt, dann muss einiges umstrukturiert werden, damit das Familiensystem wieder funktioniert.

Wenn ein Auto schrott ist und du kein Geld für ein neues hast, dann findest du eine Mitfahrgelegenheit.

Wenn du durch eine Verletzung eine Bewegungseinschränkung hast, suchst du dir eine vorrübergehende Hilfe. Aber schließlich haben wir wieder ein Leben im System.

Also brauchen wir keine Angst haben. Oder doch? Das System ist es, was uns Angst macht! Es hat Angst erst erschaffen. Es sorgt dafür, dass wir arbeiten gehen um uns Essen und Wärme zum Überleben kaufen können. Wir kämpfen sozusagen ständig ums Überleben. Tag für Tag und merken es nicht einmal. In einem System zu Leben ist kein Leben. Lernen wir mal nachzudenken wie es sein würde, wenn jeder sein Land hat und sich dort selbst versorgen kann. Mit einer Gruppe, die sich gegenseitig hilft.

Denke dabei auch an das Leben der Indianer oder anderer Stämme. Sie leben in Selbstverantwortung. Doch auch sie haben Probleme mit dem System, weil sie sich nicht davon versklaven lassen.

Was willst du?

Willst du weiterhin dem Geld hinterherjagen?

Was wäre, wenn es kein Geld gibt?

Wem oder was jagst du dann hinterher?

 

Erzähle mir wie du dir das Leben ohne System vorstellst.

 

LG Edith

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